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Investmentfonds

Investmentfonds

Investmentfonds sind eine spekulative, oft sehr hoch rentierende Geldanlage. Sie sind nicht hochspekulativ, die Verlustrisiken halten sich in überschaubaren Grenzen, daher sind sie als konservative Anlage über dem Niveau von Festgeldern oder Anleihen geeignet. Es gibt sehr unterschiedliche Investmentfonds sowohl von der Konstruktion als auch von der Thematik her.

Arten von Investmentfonds

Es gibt offene und geschlossene Investmentfonds. Dieses Unterscheidungsmerkmal kennzeichnet die Möglichkeit, jederzeit Anteile zu handeln, und bedingt auch rechtliche Unterschiede. Offene Investmentfonds unterliegen dem Investmentgesetz, geschlossene Fonds werden oft als Gesellschaften wie der GmbH & Co KG geführt und unterliegen den rechtlichen Bedingungen der Gesellschaftsart. Für den Anleger ist entscheidend, dass beim geschlossenen Fonds nach vollständiger Akquise aller Einlagen der Fonds geschlossen wird und eine weitere Einlage nicht möglich ist, während in offene Fonds fortlaufende investiert werden kann. Des Weiteren können Fondsanteile in der Regel täglich gehandelt werden, hier gibt es auch Handelsplattformen für Anteile an geschlossenen Fonds. Weitere Unterscheidungen von Fonds betreffen die Assetklassen. Fonds können in Aktien, festverzinsliche Papiere, Immobilien, Rohstoffe oder mehreren Assets gleichzeitig investieren. Kennzeichnend für die Eigenschaft als Fonds ist, dass zur Risikodiversifizierung meist in möglichst viele Einzelpapiere investiert wird. Die Fonds können sich dabei auf bestimmte Themen konzentrieren, wie zum Beispiel Aktien aus dem Energiesektor oder nur Edelmetalle, auf bestimmte Regionen wie Aktien aus Europa oder Anleihen aus Asien, sie können auch Spezialstrategien verfolgen. Weitere Unterscheidungsmerkmale betreffen den Anlagehorizont, die Kosten- und Risikostruktur und die Anlegerzielgruppe.

Die Renditemöglichkeiten von Investmentfonds

Investmentfonds geben grundsätzlich keine Garantien über eine eine mögliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals ab, wohl aber genaue Prognosen, die sich aus den Eckdaten der Anlage ergeben. Als Beispiel sei ein Immobilienfonds genannt, der ausschließlich in vermietete Immobilien mit langjährig bestehenden Mietverträgen und in besten Lagen investiert. Wenn die Laufzeit des Fonds unterhalb der Laufzeit der bereits abgeschlossenen Mietverträge liegt, ist die Rendite relativ sicher zu kalkulieren. So einfach ist es natürlich nicht immer. Fonds, die in Anleihen investieren, weisen in der Regel ein relativ geringes Anlagerisiko auf, bei Aktien- oder Rohstofffonds ist dieses jedoch erhöht. Im Zuge der Finanzkrise im Jahr 2008 stürzten nahezu alle Assetklassen gleichzeitig ab, sodass auch die Diversifizierung einige Fonds nicht vor Verlusten schützen konnte. Andererseits wiesen Fonds, die nach dem Ende der Krise im Jahr 2009 bereits wieder in Aktien investierten, bis zum Ende des Jahres 2010 zum Teil Performances von 100% und mehr auf, im Bereich Edelmetalle gab es Performances von 300% und mehr im Top-Ranking.